Achtung: Krankheitsbedingt abgesagt! AGogol & NaabtalDeath meets Achim Kaufmann (Live + Video #69)

Achim Kaufmann – Piano
AGogol –  Modified electric tabletop guitar, Effects
NaabtalDeath – amplified tortured zither, Effects

Das AGogol / NaabtalDeath Duo hat dieses Mal  den Pianisten Achim Kaufmann eingeladen.

Der in Köln Musik studierende, lange in Amsterdam und nun in Berlin lebende Pianist  ist eine der ist eine der inspirierendsten und spannendsten Persönlichkeiten der europäischen Jazz- und Improvisationsszene.

Seine von großer harmonischer Subtilität und struktureller Tiefe zeugende Musik bereichert den ambientmäßigen, um elektronische Effekte erweiterten Klangkosmos der AGogolschen Tabletop Gitarre und den Störungen der mit Utensilien aus Opas Werkzeugkiste traktierten sowie mit elektronischen Verzerrungen bearbeiteten Zither als einzigartiges unwiederholbares Klangerlebnis.

Livekonzert und Videoaufzeichnung: 03.07.2022, 18:00 Uhr, Tonhalle Hannover, Fischerstraße 1a, 30167 Hannover

Kartenvorverkauf: https://tonhalle-hannover.de/produkt-kategorie/tonhallenkonzertkarten/

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Tonhallenkonzertvideo #69

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Therapie (Live + Video #68)

Arno Grußendorf – Gitarre
Mathei Florea – Keys
Conrad Steinhoff – E-Bass
Johannes Metzger – Schlagzeug.

Jazz muss Ekstase auslösen, wenn es nach Arno Grußendorf und Jakob Seeber von Die Therapie geht. Zu oft gilt er als untanzbar, akademisch, elitär: Ihr Song „Renaissance“ spricht von einem „dunklen Zeitalter“. Also ersetzen der Gitarrist und der Schlagzeuger Scheuklappen durch Innovation. Jazz mit stampfenden Beats und düsteren Synthieklängen, die nach Untergrund-House riechen und ausgehungerte Feiersüchtige in die Bewegungslust treiben. Die Therapie will das Genre mit einem 1000-Volt-Stoß aus der Dunkelheit ins Licht der Tanzflächen peitschen.
Dafür saugen Arno und Jakob 20 Jahre lang die unterschiedlichsten musikalischen Einflüsse wie Schwämme auf. Beide besitzen eine traditionelle Musikausbildung: Arno studiert in Amsterdam und Berlin, Jakob in Würzburg und Prag. Dort feilen sie unermüdlich an ihren Fähigkeiten, festigen aber vor allem ihre Prinzipien: Die verschulte Orthodoxie ist ihnen völlig zuwider. Jakobs Begeisterung für Musik beginnt im Teenager-Alter mit dem True School-Hip Hop der 90er, als Der Nussigmilde baut er sich über ein Jahrzehnt eine eigenständige Karriere als Rapper und Produzent auf. Dank Genre-Gurus wie Photek brennt er auch für Drum and Bass und House mittlerweile lichterloh. Arno, der einer zutiefst musikalischen Familie entstammt, landet über klassisches Klavier und Geige bei der Gitarre. Sofort ergriffen von ihrem Klang, jagt er jahrelang wie ein Besessener ihrer Meisterschaft hinterher. Er lernt bei Größen wie Kurt Rosenwinkel und stellt eine erfolgreiche Solo-Karriere auf die Beine. Doch von selbstgerechter Virtuosität will er am Ende nichts mehr wissen: Sein Instrument ist die Verlängerung seiner Emotionen, ein Geständnis mit sechs Saiten.
Was mit Bach und De la Soul begann, ist jetzt ein Amalgam aus Einflüssen: Eine Neugier und Grenzenlosigkeit, die sich der Londoner Szene um Tom Misch oder Yussef Dayes verbunden fühlt. Als Die Therapie mischen Arno und Jakob Straßendreck mit schwelgerischem Hedonismus. Peitschende Breakbeats treffen auf wabernde Synthie-Rhythmen, gleisende Gitarrenfiguren schwingen sich durch Songs wie „Level Up“ oder reißen verzerrte Löcher in die Melodien von „Flakes“. Rasend schnelle Soli verbinden sich mit den bedrohlichen Klängen düsterer Elektro-Clubs und lässigen Hip Hop-Beats. Der gewaltige, pompöse Sound dient einem einzigen Zweck: Das Publikum zu elektrisieren.
Bei Auftritten brechen sie daher bewusst mit Konventionen: Genre-Puristen werden schockiert sein, wie viel elektronisches Live-Equipment sich auf der Bühne tummelt. Gitarren und Schlagzeug sind durch Pads und Laptop ergänzt. Sprach- und Vinylsamples mischen die Songs auf. Ableton entweiht die Jazzbühne.
Das Ganze ergänzen die beiden durch Innovation im Studio: „Wir arbeiten wie in der modernen Pop-Produktion als Sänger-und Produzenten-Duo“, erklärt es Arno. „Zum Beispiel kommt Jakob mit einem Beat vorbei und ich schmücke es melodisch aus.“ Viele Songs entstehen aus einer rhythmischen Idee und bewahren sich so eine rohe Tanzbarkeit.
Denn wenn es in „Renaissance“ heißt „Ich lernte Jazz beim Tanzen. Es ist Zeit für eine Renaissance!“, ist das Programm: Die Therapie entsorgt das Klischee einer Musikrichtung für die Eingeweihten. Sexy, cool und düster sollen die Songs ihre Bewegungsenergie an das Publikum weitergeben. Und das dunkle Zeitalter des Jazz beenden.
2018 wurde der Band das prestigeträchtige Stipendium des Vereins Yehudi Menuhin Live Music Now Berlin e.V. verliehen. Kurz darauf erreichte sie das Finale des Biberacher Jazzpreises und gewann beim Sparda Jazz Award 2019 den 2. Platz. Außerdem nahm sie am Future Sounds Jazzpreis 2019 und am Bayrischen Jazzpreis 2021 teil. Kollaboriert hat Die Therapie außerdem etwa bereits mit Sebastian Studnitzky (Jazzanova), Olivia Trummer (Kurt Rosenwinkel Caipi Band), Marc Muellbauer (Julia Hülsmann Trio) und Malte Schiller. Im April 2019 erschien bei X-Jazz Music ihr Debütalbum „Freiraum“, mit dem die Band u. a. bereits beim X-Jazz-Festival Berlin, der Jazzrally Düsseldorf und den Leverkusener Jazztagen auftrat. Ihr Folge-Album Soundtrack For Forward Motion ist im Oktober 2021 bei Jazzlab Hamburg erscheinen. Aktuell ist die Gruppe für den Jazz-Nachwuchs-Preis Burghausen 2022 nominiert.

Livekonzert und Videoaufzeichnung: 26.06.2022, 18:00 Uhr, Tonhalle Hannover, Fischerstraße 1a, 30167 Hannover

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Tonhallenkonzertvideo #68

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Schultze Ehwald Rainey (Live + Video #67)

Stefan Schultze – Klavier
Peter Ehwald – Saxophon
Tom Rainey – Schlagzeug

Der Saxophonist Peter Ehwald und sein pianistischer Partner Stefan Schultze gestalten offene Dialoge, die sich als Suchprozess offenbaren. Es ist besser, eine Frage zu viel zu stellen, als irgendwann der Versuchung einer vorschnellen Antwort zu erliegen. Was die beiden nun seit Jahren angehen, zeigt eine tiefe Harmonie, die nur mit der Bekräftigung der Unterschiede zwischen ihren beiden Charakteren bestehen kann. Aus diesem Ansatz heraus nahmen die beiden den New Yorker Schlagzeuger Tom Rainey in ihre Mitte. Und in dieser Konstellation erweist dieser sich als kraftvoller Impulsgeber, denn gerade die ineinander verschlungenen, asymmetrischen rhythmischen Muster bereichern die intuitive Symbiose von Ehwald/Schultze ungemein.

„Der Reiz dieser extrem emotionalen Musik liegt in der Spannungzwischen diesen drei Individuen – von der Vielfalt ihrer musikalischen Wege, die zu einem gemeinsamen Ziel führen.“

Rainer Bratfisch, Jazzpodium

Livekonzert und Videoaufzeichnung: 12.06.2022, 18:00 Uhr, Tonhalle Hannover, Fischerstraße 1a, 30167 Hannover

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Tonhallenkonzertvideo #67

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Max Hobohm Trio (Live+Video #66)

Robert Lucaciu – Kontrabass
Matthias Meyer – Schlagzeug
Max Hobohm – Klavier

Bei diesem Konzert treffen die langjährigen Spielkameraden Matthias Meyer und Max Hobohm auf den rennomierten Leipziger Bassisten Robert Lucaciu. Matthias und Max spielen schon seit 6 Jahren in unterschiedlichsten Besetzungen- davon am Längsten in der Band MØA. An diesem Abend soll ihre gemeinsame, musikalische Sprache durch die Virtuosität und das Ideenreichtum von Robert Lucaciu ergänzt werden.

Der Potsdamer Max Hobohm spielt Klavier seit dem achten Lebensjahr, seine Leidenschaft gilt bald dem Jazz. Ab 2016 studiert er an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover und wird schnell in der jungen Jazzszene Hannover bekannt und gestaltet sie aktiv mit. Er nahm Unterricht bei Pablo Held, Michael Wollny, Phil Donkin und Eva Klesse. Das klassische Klavierspiel und die intensive Beschäftigung mit Komponisten wie Ravel, Debussy, Stravinsky, Chopin und Rachmaninoff eröffnen ihm Klangwelten, die neue Wege für seine Musik aufzeigen. Sein Spiel ist manchmal melancholisch und melodisch, manchmal wild und abstrakt; dabei versucht er stets, eine klare musikalische Sprache zu sprechen.

Max Hobohms Musik lebt von einem hohen Energielevel, ekstatischen Gefühlsausbrüchen und lyrischer Einfühlsamkeit. In der freien, kollektiven Improvisation spielt für ihn der musikalische Austausch mit Mitmusikern eine große Rolle. Seine Musik ist ständig in Bewegung und erzeugt vibrierende Sphären, deren Klanglichkeit von romantisch-kammermusikalisch bis hin zu expressiv- geräuschhaft reicht.

Livekonzert und Videoaufzeichnung: 05.06.2022, 18:00 Uhr, Tonhalle Hannover, Fischerstraße 1a, 30167 Hannover

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Tonhallenkonzertvideo #66

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Bogdanović (#65)

Mirna Bogdanović – Gesang, Effekte, Ukulele
Peter Meyer – Gitarre
Povel Widestrand – Klavier, Synthesizer
Felix Henkelhausen – Bass
Philip Dornbusch – Schlagzeug

Die Jazz-Sängerin/Songwriterin Mirna Bogdanović kombiniert Gesang und Instrumental, Individuum und Kollektiv, Echtzeit und Postproduktion, Wahrnehmung und Realität: alles präsentiert in ihrem kürzlich veröffentlichten Debütalbum „Confrontation“ (Klaeng Records). Das Album wurde kürzlich mit dem Deutschen Jazzpreis als „Debütalbum des Jahres“ ausgezeichnet und steht auf der Bestensliste von der Deutschen Schallplattenkritik. 

Bogdanović stammt aus Slowenien/ Bosnien und lebt heute in Berlin. Sie ist Downbeat-Preisträgerin, ehemaliges Mitglied des Bundesjazzorchesters, ehemalige Stipendiatin der Universität der Künste/ Berlin, Musikfonds und des slowenischen Kulturministeriums und aktuelle Stipendiatin des Berliner Senats. Als aktives Mitglied der Berliner Jazzszene hat sie mit zahlreichen internationalen Musiker*innen im In- und Ausland zusammengearbeitet.

„Nicht allzu viele Sängerinnen bringen die Kraft auf, sich in ihrer eigenen Musik vom vokalen Standpunkt unabhängig zu machen. Mirna Bogdanović gelingt diese Quadratur des Kreises, indem sie wie ein Pianist, ein Gitarrist, ein Saxofonist oder ein Produzent denkt.“ -Wolf Kampmann

Die junge Sängerin und Komponistin MIRNA BOGDANOVIC verzaubert uns auf „Confrontation“ mit einem der schönsten und besten Alben dieses Jahres, das Jazz, Pop, Electronics, Klassik, Experimentierlust und rundum verspielte Musizierkunst in sich vereint. Ein unglaubliches Debüt! – Thoralf Koß für Musikreviews.de

„Die Sängerin und Komponistin Mirna Bogdanović ist inzwischen schon seit einigen Jahren stark präsent in der europäischen Jazzszene. Ihr sinnlicher Ton, ihre ausdrucksstarke Phrasierung und ihre außerordentliche Musikalität machen sie zu einer stark gefragten Sängerin innerhalb der etablierten Szene. Da sie sich mit allen Gangarten der Musik vertraut fühlt, garantiert Mirna Bogdanović ihren Zuhörer*innen zu schmeicheln.“ – Greg Cohen

Livekonzert und Videoaufzeichnung: 29.05.2022, 18:00 Uhr, Rampe Hannover, Gerhardtstr. 3, 30167 Hannover

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Demierre – Dörner – Kocher (#64)

Jacques Demierre – Piano 
Axel Dörner – Trompete
Jonas Kocher – Accordion

Ein Ensemble, bestehend aus drei führenden Persönlichkeiten der Improvisationsszene in Europa. Das Trio spielt eine improvisierte Musik, die sich ganz auf das Hier und Jetzt konzentriert.

Die Musik dieser drei sehr starken Spieler deckt ein breites musikalisches Spektrum ab, das von Stille und winzigen Klanglinien bis hin zu eruptiven und scharfen Klangattacken reicht, wobei der Klang und das Zuhören den Kern der Musik bilden und nicht irgendein stilistisches Idiom.

Livekonzert und Videoaufzeichnung: 22.05.2022, 18:00 Uhr, Tonhalle Hannover, Fischerstr. 1A, 30167 Hannover

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Tonhallenkonzertvideo #64

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Projektor (Live + Video #63)

Phillip Dornbusch – Saxophon, Klarinette
Johanna Summer – Piano
Johannes Mann – Gitarre
Roger Kintopf – Bass
Philip Dornbusch – Schlagzeug

Wenn Dornbusch spielt, dann tut er dies nicht unbedingt nach Schema F. Seine Maximen lauten: experimentieren, ausprobieren, tunlichst Wiederholungen vermeiden. Dafür braucht es offene, flexible Gleichgesinnte, die noch dazu ihr Instrument exzellent beherrschen. Deshalb dauerte es wesentlich länger als bloß einige Telefonate, um „Projektor“ zusammenzustellen, jenes junge Forscher-Quintett, das nun mit „Reflex“ (Double Moon/inakustik) ein Werk veröffentlicht, das auch für die erfolgserprobte Jazz thing Next Generation ein neues Kapitel aufschlägt.

Die aktuelle Folge ist tatsächlich ein Album wie ein Reflex, das erste vielleicht, das nicht mit fertigen Konzepten an den Start geht, sondern wie ein Rohling anmutet, den sich jeder nach Gutdünken zurechtbiegen, schleifen oder klopfen kann. Dornbusch komponiert selbstredend mit Noten, schreibt bestimmte Parts ziemlich exakt auf, um den Grundgedanken des jeweiligen Stücks zu verfestigen, lässt aber mindestens genauso viel offen.
Der Saxofonist spricht in diesem Zusammenhang häufig vom „Charakter der Musik“ oder von der „Atmosphäre“, ermuntert seine Mitstreiter zum völlig freien Spiel wie zu unvorhersehbaren Solos. Dornbusch erweist sich damit als der etwas andere Architekt. „Ich zeichne den Plan für ein Haus, den Grundriss, den Kamin und bestimmte Zimmer. Den Rest dürfen die anderen mit all ihrer Kreativität hinzufügen.“

Pressestimmen:

„Zwischen interlockenden Motiven, atmosphärisch weitaufgerissenen Arrangements und forschendem Zusammenspiel bleibt „Reflex“ durchwegs spannend.“ – Concerto (AUT) 

„Dadurch, dass Dornbusch den Hörer mit in den Schöpfungsprozess einer eigenen Gedankenwelt einbezieht, kommt er ihm ganz nah. Ein cleverer Erstling.“ – Rondo-Magazin

„Philip Dornbusch, Jahrgang 1994, ist nicht „nur“ ein hochbegabter Saxofonist und Bandleader, er ist auch ein Komponist mit interessanten Konzepten. Seine aktuelle Band PROJEKTOR hat schon für viel Aufsehen gesorgt.“ – Deutschlandfunk Kultur

Livekonzert und Videoaufzeichnung: 15.05.2022, 18:00 Uhr, Rampe Hannover, Gerhardtstr. 3, 30167 Hannover

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Tonhallenkonzertvideo #63

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TonhallenKonzertFest 2022

Die Tonhalle Hannover lädt am 19.06.2022 zu ihrem Jazz–Festival auf den Hermannshof in Völksen ein. Zum zweiten Mal findet das „TonhallenKonzertFest“ in bewährter Weise im Park unter Bäumen statt. Mit dem Hermannshof hat die Tonhalle einen Veranstaltungsort gewählt, an dem die Kultur der Gegenwart wahrlich gelebt wird. Dies macht ihn zum idealen Schauplatz dieses Livemusik–Events.

Seit dem Jahr 2014 wurden die Konzerte der Tonhalle vier Mal mit dem Preis „APPLAUS“ für die Programmplanung unabhängiger Spielstätten ausgezeichnet. Das TonhallenKonzertFest bietet wieder ein außergewöhnliches Programm mit vier Konzerten namhafter Künstler*innen der deutschen und norwegischen Jazz–Szene sowie der ukrainischen Sängerin Tamara Lukasheva.

Programm:
14:30 Uhr, Lisa Wulff Trio
15:50 Uhr, Fette Hupe featuring Tamara Lukasheva
Pause
17:45 Uhr, Angelika Niescier Trio
19:00 Uhr, Hildegunn ØisethQuartett

Location:
Kunst und Begegnung Hermannshof e.V., Röse 33, 31832 Springe-Völksen

Tickets:
Ganztagesticket: 20 Euro, Halbtagesticket (2 Bands zu Beginn ODER 2 Bands am Ende): 15 Euro, Förderticket: 30 Euro
Kartenvorverkauf: https://tonhalle-hannover.de/produkt-kategorie/tonhallenkonzertkarten/

Das TonhallenKonzertFest wird in freundschaftlicher Zusammenarbeit mit der Tonhalle Hannover e.V., der JMI Hannover, der LAG Jazz und dem Verein Kunst und Begegnung Hermannshof e.V. durchgeführt und gefördert vom Kulturbüro Hannover, dem APPLAUS, der Initiative Musik und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Bandinformationen:

14:30 Uhr, Lisa Wulff Trio

Gabriel Coburger – Saxophon
Lisa Wulff – Kontrabass
Tobias Backhaus – Schlagzeug

Das Lisa Wulff Trio spielt Eigenkompositionen des Contemporary Jazz.
Mit dem Saxophonisten Gabriel Coburger und dem Schlagzeuger Tobias Backhaus hat sich die Bassistin und Bandleaderin ein hochkarätiges Trio aus eigensinnigen Musikern zusammengestellt, die ihren Kompositionen die richtigen Farben verleihen.
Von Groove und Swing bis hin zu freien, sphärischen Improvisationen oder klassisch anmutenden Werken ist bei Lisa Wulffs Kompositionen alles möglich.
Die drei Musiker*innen, die sich aus verschiedenen Besetzungen – von Duo bis hin zu Bigband – kennen, bilden eine starke Einheit, die vertraut klingt und dabei immer experimentell und voller Risikofreude ist.
Neben ihren eigenen Bands und Projekten ist Lisa Wulff am E-Bass, wie auch am Kontrabass regelmäßig bei der NDR Bigband zu hören und tourt national und international mit renommierten Musikern wie Rolf Kühn, Nils Landgren, Wolfgang Haffner, Christof Lauer und vielen anderen.

15:50 Uhr, Fette Hupe featuring Tamara Lukasheva

Tamara Lukasheva ist Sängerin, Komponistin, Musikerin. Sie geht voller Neugier und mit wachen Sinnen durch die Welt. Musik ist ihre Muttersprache – und ihr Mittel, um Eindrücke, Begegnungen, Alltag und Weltgeschehen zu verarbeiten. Sie möchte etwas Neues erschaffen, das andere Menschen berührt und über Grenzen und musikalische Kategorien überschreitet.
Tamara Lukasheva wurde 1988 in Odessa, Ukraine, geboren. Von 2003 bis 2007 studierte sie am Konservatorium in Odessa und von 2010 bis 2015 an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln, wo sie heute lebt.

Wichtige Auszeichnungen
2021 erhielt sie den WDR Jazz Preis für Komposition.
2018 erhielt sie als „außergewöhnlich variable und ideenreiche Musikerin“ das Horst-und-Gretl- Will-Stipendium und den Kölner Jazz Preis.
2016 gewann sie den Bujazzo-Kompositionswettbewerb.

Fette Hupe

Leitung: Jörn Marcussen-Wulff

Saxophone: Nils Brederlow, Paul Engelmann, Lars Stoermer, Coco Guerra, Felix Petry 
Trompeten: Benny Brown, Marvin Zimmermann, Tom Trabandt, Axel Beineke
Posaunen: Uwe Granitza, Sonja Beeh, Hans Wendt, Felix Konradt
Rhythmusgruppe: Klaus Spencker (git), Eike Wulfmeier (p), Clara Däubler (b), Tobias Backhaus (dr)

Wenn eine Bigband diesen Namen verdient hat, dann diese: Der Zusammenschluss hannoverscher Aktivkräfte des modernen Jazz unter der Leitung von Jörn Marcussen-Wulff spielt allerfetteste Arrangements, hupt großartige Soli und hat genauso viel Charme und Witz, wie es der Bandname verspricht.
Die Fette Hupe zählt seit ihrer Gründung im Juni 2009 zweifelsohne zu einer der beliebtesten Bigbands der deutschen Jazzlandschaft und steht für innovative, genreübergreifende Projekte in Zusammenarbeit mit anderen Musiker*innen, Schauspieler*innen, bildenden Künstler*innen oder Tänzer*innen.
Unter dem Dach der Jazz Musiker Initiative Hannover steht die Fette Hupe für kompromisslose, selbständige und frische Musik made in Hannover und Niedersachsen und zeigt immer wieder aufs Neue, wie spannend und vielseitig Bigband-Musik klingen kann.

„Fette Hupe haben einen Zusammenhalt, mit dem das Orchester einen Schwebezustand erreicht, den sonst nur sehr Erleuchtete und Gurus hinkriegen.“
Süddeutsche Zeitung

„Die Fette Hupe kann Jazz.“
Die Welt

Die Fette Hupe wird gefördert durch das MWK Niedersachsen, die Stiftung Niedersachsen, die Stiftung Sparda-Bank Hannover und die VHV Stiftung.

17:45 Uhr, Angelika Niescier Trio

Angelika Niescier – Altsaxophon
Phil Donkin – Bass
Moritz Baumgärtner – Schlagzeug

Das Angelika Niescier Trio mit Phil Donkin am Bass und Moritz Baumgärtner am Schlagzeug durchforscht jeden möglichen Aspekt des Zusammenspiels – mal kammermusikalisch fein und transparent, mal explosionsartig ungestüm und dicht, immer spannungsgeladen bis in den letzten Ton und in die letzte Pause. Die Band präsentiert Niesciers Musik, die zeitlos und zeitgemäß zugleich ist. Die Komplexität und Originalität der Kompositionen ist unüberhörbar, die organische Struktur führt die Zuhörer*innen in mannigfaltige Musikwelten, was die Performance des Trios so spannend macht. Mit absoluter Souveränität transportieren die drei eine fesselnde Intensität durch ihre Musik und ihren Sound.

19:00 Uhr, Hildegunn Øiseth Quartett

Hildegunn Øiseth – Trumpet, Flügelhorn, Goat Horn
Espen Berg – Piano
Magne Thormodsæter – Bass
Per Oddvar Johansen – Drums

„Hildegunn Øiseth ist eine der vielseitigsten und spannendsten Trompeterinnen Skandinaviens. Sie verfügt über einen unverwechselbaren Klang, zeitlose Eleganz, eine ganz eigene, natürliche Improvisationssprache und traumwandlerische Stilsicherheit. Hier ist eine kraftvolle Poetin am Werk, die mit jedem einzelnen Ton die Herzen der Zuschauer und ihrer Mitmusiker*innen berührt.“
Sarah Chaksad

Hildegunn Øiseth studierte an der Schwedischen Musikakademie (Ingesunds musikhögskola). Nach dem Abschluss gehörte sie von 1990 bis 1999 zur Bohuslän Bigband, mit der sie an Alben von Lars Jansson beteiligt war. Dann ließ sie sich bis 2001 in Südafrika nieder, wo sie in der Band Uhambo spielte (zwei Alben); zudem trat sie in Malaysia, Pakistan und dem Nahen Osten auf.
Hildegunn Øiseth veröffentlichte 2009 ihr Debütalbum Hildring, wo sie sich auf das traditionelle Bukkehorn konzentrierte. Das aus dem Gehörn einer Ziege gefertigte traditionelle norwegische Instrument Bukkehorn spielte sie auch über Elektronik. Das folgende Album, Stillness (2011), wurde von der Kritik hoch gelobt; dort arbeitete sie abwechselnd mit Mats Eilertsen, Thomas Strønen und den Pianisten Torbjørn Dyrud und Eyolf Dale. Mit Tommy Kotter, Peter Janson und Anders Kjellberg entstand das Album Valencia (2013), auf dem deutlich wird, dass sie eine „markante Trompetenstimme der skandinavischen Jazzwelt“ darstellt. Zudem tourte sie mit ihrem Worldmusic-Projekt Rabalder, das Musiker aus verschiedensten Teilen der Welt versammelt, und ist Bandleaderin des norwegisch-palästinensischen Kollektivs Sharaka.
Aktuell ist sie Mitglied im Trondheim Jazz Orchestra, gehört zu Marilyn Mazurs Shamania. Seit 2012 repräsentierte sie Norwegen im Jazz Baltica Ensemble beim Festival JazzBaltica. 2019 gründete sie das spannende Projekt PANDA, welches im Rahmen eines Kompositionsauftrages des Jazzfests Trondheim entstanden ist.
Momentan konzentriert Hildegunn sich hauptsächlich auf ihr eigenes Hildegunn Øiseth Quartet, mit dem sie 2016 das Album „Time Is Coming“ und 2020 das „Album Manana“ veröffentlichte.

Felix Petry Trio featuring Max Hobohm (#62)

Max Hobohm – Klavier
Felix Petry – Tenorsaxophon
Clara Däubler – Kontrabass
Willi Hanne – Schlagzeug

Der Potsdamer Max Hobohm spielt Klavier seit dem achten Lebensjahr, seine Leidenschaft gilt bald dem Jazz. Ab 2016 studiert er an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover und wird schnell in der jungen Jazzszene Hannover bekannt und gestaltet sie aktiv mit. Er nahm Unterricht bei Pablo Held, Michael Wollny, Phil Donkin und Eva Klesse. Das klassische Klavierspiel und die intensive Beschäftigung mit Komponisten wie Ravel, Debussy, Stravinsky, Chopin und Rachmaninoff eröffnen ihm Klangwelten, die neue Wege für seine Musik aufzeigen. Sein Spiel ist manchmal melancholisch und melodisch, manchmal wild und abstrakt; dabei versucht er stets, eine klare musikalische Sprache zu sprechen.

Livekonzert und Videoaufzeichnung: 08.05.2022, 18:00 Uhr, Tonhalle Hannover, Fischerstraße 1a, 30167 Hannover

Kartenvorverkauf: https://tonhalle-hannover.de/produkt-kategorie/tonhallenkonzertkarten/

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Tonhallenkonzertvideo #62

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DIE LANGFRISTIGE ENTWICKLUNG DES UNIVERSUMS (#61)

featuring Wolter Wierbos und Matthias Schubert

Carl Ludwig Hübsch – Tuba, Komposition, Arrangements
Matthias Schubert – Tenorsaxophon
Wolter Wierbos – Posaune

Frei und mit Leichtigkeit bewegen sich die drei Impro-Visionäre zwischen einfachen und komplexen Stücken, zwischen holländischem Humor und deutscher Gründlichkeit. Dabei wandeln sie auf den Spuren der Meisterimprovisatoren und Komponisten Misha Mengelberg und Albert Mangelsdorff. Während der erstere mit Klavier, Kaffeetasse und Zigarette für Sternstunden der freien Musik sorgte revolutionierte der andere das Klangbild der Posaune. Beide gelten zu recht als Urgesteine der Europäischen Improvisationsmusik. 

Die Musik von Hübsch Schubert Wierbso kommentiert und spielt mit der Musik dieser Inkonen, ist wild und voller Überraschungen – hier ein Lied, dort ein Geräuschgewitter – stets getragen von der unersättlichen Suche nach Gefahr, Schönheit und Freiheit – Original und Fälschung.

Livekonzert und Videoaufzeichnung: 01.05.2022, 18:00 Uhr, Rampe Hannover, Gerhardtstr. 3, 30167 Hannover

Kartenvorverkauf: https://tonhalle-hannover.de/produkt-kategorie/tonhallenkonzertkarten/

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